Industrialisierung
Industrialisierung England
In England begann die Industrialisierung 80 Jahre früher, als auf anderen Kontinenten. Dafür sind politische, technische, wirtschaftliche und psychologische Gründ verantwortlich. Die „Gloriouse Revolution“ von 1688/89 verlagerte den Schwerpunkt auf politische Macht. Der König muss Freiheiten und Rechte den Untertanen garantieren und wurde auch sonst in seinem Ermessungsbereich empfindlich eingeengt. Es konnte keine Willkürherrschaft entstehen. Ohne Absolutismus kein Merkantilismus ( staatlich gelenkte Wirtschaftsform). Voraussetzungen für eine freie Entfaltung des wirtschaftlichen Wettbewerbs waren gegeben, was die kapitalfähigen Engländer nutzen. Die Prädestinationslehre besagt, dass Gott bereist auf Erden die Gnade an Hand seiner irdischen Reichtümer ablesen kann. Wichtige Faktoren für England waren praktisch die unerschöpflichen Rohstoffquellen, die der ersten See- und Handelsflotte zu Verfügung standen. Sklavenarbeit zur billigen Baumwollgewinnung, der durch keinerlei religiösen und moralischen Skrupel behindert wurde.Selbst wenn nur zehn Prozent der Überschifften Sklaven überleben, lohnt sich der Menschenhandel.Weder Zünfte noch innerstaatlichen Zollschranken behinderten die Entfaltung der Industrialisierung. Auch die geographische Lage erlaubte England den Vertrieb der Fertigproduktion auf- und auszubauen. Durch das flache Land gab es gute Transport- und Verkehrswege.
Industrialisierung in Deutschland
Grundlage war der Kohlebergbau der vom preußischen Staat gefördert wurde. Schon bald zeichneten sich Ballungsgebiete der Industrie ab: Berlin, Schlesien, Saar allen voran aber das Ruhrgebiet. Durch den Reichtum an verschiedene Kohlesorten war das Ruhgebiet eine sichere Energieversorgung. Eisen und Stahlindustrie waren dort angesiedelt. Ab 1850 nahm die industrielle Entwicklung in Deutschland deutlich zu. Die Nachfrage nach Maschinen förderte die Eisen- und Stahlindustrie. Auch der Erzbergbau wurde vorangetrieben, doch schon bald waren die Förderungsmöglichkeiten an Eisenerz nicht ausreichend. Importe wurden nötig, die trotzdem günstig bleiben sollten. Der Niederrhein wurde als Standort für die Rohablagerung ausgewählt. Maschinenfabriken zogen gleichzeitig Nutzen aus dem Schienennetz, die gleichzeitig Nutzen für die Vertriebe.
Durch die Baumwollindustrie entwickelte sich die chemische Industrie, denn zum Färben oder Bleichen werden chemischen Verfahren eingesetzt. Durch die Maschinisierung und den Übergang der kapitalintensiven Produktionsweise forderte immer größer Investition die von einem einzelnen nicht mehr aufgebracht werden konnte. Daraus entwickelte sich die Kapitalgesellschaft, die die nötige Basis schaffen konnte. So prägten immer mehr AGs und GmbH das Bild der Unternehmergründe. >> Kartellbildung.
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