Geschichte

Assisi

Assisi, eine kleine Stadt im mittelitalienischen Umbrien in der Nähe der Regionalhauptstadt Perugia. Bekannt geworden ist Assisi hauptsächlich durch den Geburtsort des Heiligen Franz von Assisi, Gründer der Minderen Brüder (mittlerweile umbenannt in Franziskaner oder auch unter Minoriten bekannt) und der Heiligen Klara die Gründerin des Klarissenordens. Das Rocca Maggiore, also das mittelalterliche Stadtbild und die Stadtmauer mit samt der Festungsruine ist noch gut in Schuss und wurde 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Ursprünglich wurde Asisium (lateinisch für Assisi) von den Römern terrassenförmig errichtet, gelegen an der Westseite des Monte Subasio auf einem Felsrücken. Diese ursprüngliche Bauweise findet sich heute noch in vielen Bauten in Assisi, nicht zuletzt in den Stadtmauern, im Forum oder im Amphitheater. Auch der Tempel der Minerva, der mittlerweile zur Kirche Santa Maria sopra Minerva umgebaut wurde ist an diesen Baustil angeschlossen.

Große Teile die um 545 durch die Ostgoten zerstört wurden, welche dann später unter der Herrschaft der Lombarden wieder errichtet wurden sind dem Grafen von Spoleto unterstellt.  Aber nun zurück zum Heiligen Franz von Assisi welcher im Jahre 1181/1182 geboren wurde (die Jahreszahl kann nicht präzisiert werden). Sechs Jahre nach seiner Geburt auf dem Marktplatz wurde Kaiser Friedrich II getauft.

Der größte Touristenmagnet sind nach wie vor die Kirchen San Francesco und Santa Chiara und die dort beinhalteten Grabstätten vom Heiligen Franziskus und der heiligen Klara. Assisi ist somit ein bedeutender Pilgerort des Christentums. Auch einen Blick wert ist die franziskanische Einsiedlerei Eremo delle Carceri. Auf dem Weg zur Einsiedlerei entspringt die Quelle Fontemaggio, welche zu Zeiten der römischen Führung die Stadt mit Trinkwasser versorgt hat. Die Doppelkirche San Francesco, mit deren Bau 1228 begonnen wurde (in drei Ebenen am westlichen Ende der Stadt errichtet), wurde am 26. September 1997 bei einem schweren Erdbeben stark beschädigt. Vier Menschen kamen hierbei ums Leben. Die bei dem Erdbeben zum Teil beschädigten wertvollen Fresken in der Ober- und Unterkirche (um 1300 begonnen), die unter anderem von Giotto und Cimabue stammen, wurden mittlerweile restauriert.

Die Basilika San Francesco gehört wie die anderen franziskanischen Pilgerstätten in Assisi seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Written by Michael Beck

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